KI und der Beruf Catering-Manager/in: Was sich gerade verändert
Künstliche Intelligenz (KI) bringt frischen Wind in viele Berufe, auch im Catering-Bereich. Der KI-Risiko Score für Catering-Manager liegt bei 53%, was bedeutet, dass etwa die Hälfte der Tätigkeiten potenziell automatisierbar ist. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt das Automatisierungspotenzial sogar bei 63%. Das heißt, viele Aufgaben, die bisher manuell erledigt wurden, könnten künftig von Maschinen übernommen werden. Ein greifbarer Vergleich: Früher haben Catering-Manager oft selbst die Menüplanung und die Bestellungen erledigt – heute können KI-Tools wie GastroBot und ChefAI diese Aufgaben erheblich erleichtern.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute kommen verschiedene KI-Tools zum Einsatz, die Catering-Managern das Leben leichter machen. Zum Beispiel hilft GastroBot bei der Menüplanung, indem es saisonale Zutaten und Kundenpräferenzen analysiert und automatisch Rezepte anpasst. ChefAI unterstützt bei der Bestandsverwaltung und prognostiziert, welche Lebensmittel benötigt werden, um Engpässe zu vermeiden. Ein weiteres nützliches Tool ist CaterZen, das die Eventplanung optimiert, indem es Ressourcen und Personal basierend auf Buchungen und Eventgrößen automatisch zuweist. So war es früher notwendig, manuell Listen zu führen und zu kalkulieren – heute genügt ein Klick, um alle wichtigen Informationen zusammenzuführen.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Obwohl KI viele Aufgaben im Catering übernehmen kann, gibt es menschliche Fähigkeiten, die weiterhin gefragt sind. Kommunikation und Teamfähigkeit sind essenziell, um ein gutes Arbeitsklima zu schaffen und Kundenwünsche zu verstehen. Während KI Daten analysieren kann, bleibt die persönliche Interaktion mit Kunden und Mitarbeitern eine Stärke des Menschen. Ein Beispiel aus dem Alltag: Bei einem Event ist es wichtig, spontan auf Wünsche der Gäste einzugehen. Diese Flexibilität und Empathie sind Fähigkeiten, die Maschinen nicht ersetzen können.
Was sich in der Branche gerade tut
Aktuelle Entwicklungen im Catering zeigen, dass immer mehr Unternehmen auf nachhaltige Lösungen setzen. KI-Technologien helfen dabei, Abfälle zu minimieren und die Auswahl umweltfreundlicher Lieferanten zu verbessern. Zudem wird der Trend zur Personalisierung immer stärker, wobei Catering-Services KI nutzen, um individuelle Menüs zu erstellen, die den Vorlieben der Kunden entsprechen. Auch die Automatisierung von Prozessen, wie Bestell- und Rechnungsstellung, nimmt zu und steigert die Effizienz in der Branche.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
In Deutschland sind aktuell 19.131 Catering-Manager beschäftigt. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit gibt es derzeit 8.241 offene Stellen in diesem Bereich. Die Gehälter sind ebenfalls attraktiv: Das Median-Gehalt beträgt 3.641 Euro im Monat, mit einer Gehaltsspanne von 2.932 bis 4.551 Euro. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften wird voraussichtlich steigen, auch wenn KI einen Teil der Aufgaben übernimmt. Das bedeutet, dass es in Zukunft möglicherweise mehr Jobs im Catering geben könnte, die jedoch andere Anforderungen an die Fähigkeiten der Mitarbeiter stellen.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um im Beruf des Catering-Managers fit für die Zukunft zu bleiben, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Weiterbildung im Bereich Digitalisierung: Nutze kostenlose Online-Kurse auf Plattformen wie Coursera oder edX, die sich mit Gastronomie-Management und den neuesten Technologien beschäftigen.
- IHK-Weiterbildungen: Informiere dich über Seminare bei deiner lokalen Industrie- und Handelskammer. Diese sind oft günstig und vermitteln praxisnahe Kenntnisse.
- Teilnahme an Webinaren: Viele Organisationen bieten kostenlose Webinare an, die aktuelle Trends und Technologien im Catering-Bereich behandeln. So bleibst du auf dem neuesten Stand und kannst dein Netzwerk erweitern.
Fazit: Deine Zukunft als Catering-Manager/in
Die Zukunft des Catering-Managements wird spannend und herausfordernd. KI wird viele Abläufe optimieren, aber deine menschlichen Fähigkeiten bleiben unverzichtbar. Nutze die Chancen der Digitalisierung, bilde dich weiter und passe dich den neuen Anforderungen an. So kannst du auch in einer sich wandelnden Branche erfolgreich bleiben.