Analyse läuft

Manufakturporzellanmaler/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

0%

MITTLERES RISIKO

78%2013
78%2016
78%2019
89%2022
71%2026*
Ergebnis teilen

Fachkräfte in der kunsthandwerklichen Glas-, Keram- und Porzellanmalerei

Das übernimmt KI.

17 von 21 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Aufglasurmalen0%
Dekore anfertigen (Keramik)0%
Inglasurmalen0%
Kerammalen, Porzellanmalen0%
Muster, Blumen, Ornamente malen (Keramik)0%
Rändern, Bändern0%
Spritzmalen0%
Staffieren (Keramik)0%
Stempeln (Glasmalerei, Keramdekor)0%
Unterglasurmalen0%
Entwurf0%
Schablonen anfertigen0%
Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung0%
Vergolden0%
Versilbern0%
Schriftmalen, Schriftzeichnen0%
Gestaltung, Design0%

Du bleibst relevant.

Manufakturporzellanmaler/innen bemalen Porzellan, z.B. Geschirr oder Ziergegenstände, von Hand und entwerfen auch Dekore.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Teamfähigkeit
Zuverlässigkeit
Kommunikationsfähigkeit
Belastbarkeit
Gewissenhaftigkeit

Gehalt

Keine Daten verfügbar

Für diesen Beruf liegen der Bundesagentur für Arbeit aktuell keine ausreichenden Gehaltsdaten vor — z.B. bei seltenen Spezialisierungen oder neuen Berufsbildern.

Fachliche Stärken i

Produktion, FertigungKerammalen, PorzellanmalenEinkauf, BeschaffungSpritzlackierenEinzel- und Kleinserienfertigung

698

Beschäftigte i

55

Offene Stellen i

Arbeitslose i

75

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

89%84%78%
20132022: 89%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

698-42% seit 2012
1.211955698
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

2.487 €+18%
3.041 €2.264 €1.487 €
20122019

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
11Stellen 2024
75Arbeitslose 2024
159813
20122024

Manufakturporzellanmaler/in im KI-Check: die Daten im Detail

Manufakturporzellanmaler/in erreicht im KI-Check einen Score von 71%. Damit liegt Manufakturporzellanmaler/in über dem Durchschnitt des Berufsfelds Bau & Handwerk, der bei 32% liegt. In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 89% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 21 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 17 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Aufglasurmalen, Dekore anfertigen (Keramik), Inglasurmalen, Kerammalen, Porzellanmalen, Muster, Blumen, Ornamente malen (Keramik) und Rändern, Bändern und 11 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Arbeitsvorbereitung, Freihandzeichnen, Reliefmalen und Restaurierungsarbeiten — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 698 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 20% gesunken. Zuletzt waren rund 55 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Produktion, Fertigung, Kerammalen, Porzellanmalen, Einkauf, Beschaffung, Spritzlackieren und Einzel- und Kleinserienfertigung. Auf persönlicher Ebene zählen Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Belastbarkeit.

Mehr dazu: alle Berufe in Bau & Handwerk · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Manufakturporzellanmaler/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Manufakturporzellanmaler/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Manufakturporzellanmaler/in: deutlich stärker betroffen als das Berufsfeld

Mit einem KI-Risiko-Score von 71 liegt der Beruf klar über dem Durchschnitt des Berufsfelds Bau & Handwerk. Das ist ein Hinweis darauf, dass ein großer Teil der Kerntätigkeiten technisch gut beschreibbar, standardisierbar oder digital vorbereitbar ist. Bei einer Manufakturporzellanmalerei heißt das aber nicht automatisch: Das Handwerk verschwindet. Eher verschiebt sich die Arbeit im Inneren des Berufs — weg von wiederholbaren Dekoren, hin zu mehr Prüfung, Abstimmung und Spezialaufgaben. Stand: Juni 2026.

Der Beruf ist besonders interessant, weil er zwei Seiten verbindet: Einerseits gibt es klassische Handarbeit wie Aufglasurmalen, Inglasurmalen, Unterglasurmalen, Stempeln (Glasmalerei, Keramdekor), Spritzmalen oder das Anlegen von Muster, Blumen, Ornamente malen (Keramik). Andererseits gehören Entwurf, Schablonen anfertigen, Gestaltung, Design, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung und sogar Schriftmalen, Schriftzeichnen zu den Tätigkeiten, die sich digital gut vorbereiten oder mit KI-gestützten Arbeitsabläufen verändern lassen. Genau diese Mischung erklärt den hohen Wert.

Warum Manufakturporzellanmaler/in anders betroffen ist

Die hohe Betroffenheit entsteht vor allem dort, wo Motive wiederholbar, regelbasiert und präzise beschreibbar sind. Dekore, Bänder, Ränder, Schriften und Serienmuster lassen sich mit digitalen Vorlagen, automatisierter Planung und bildgestützten Assistenzsystemen deutlich schneller vorbereiten als früher. Besonders Tätigkeiten wie Dekore anfertigen (Keramik), Rändern, Bändern, Vergolden, Versilbern oder Staffieren (Keramik) stehen unter Druck, weil sie sich gut in standardisierte Arbeitsschritte zerlegen lassen.

Weniger anfällig sind Aufgaben, die direkte Materialerfahrung verlangen: Freihandzeichnen, Reliefmalen und Restaurierungsarbeiten brauchen ein Auge für Unregelmäßigkeiten, historische Vorbilder und die Reaktion von Farben, Glasuren und Oberflächen im echten Brennprozess. Auch die Arbeitsvorbereitung bleibt wichtig, weil sie die Verbindung zwischen Auftrag, Material, Motiv, Seriengröße und Qualität herstellt.

Auffällig ist außerdem der Beschäftigungstrend: Die Zahl der Beschäftigten ist seit Jahren rückläufig. Das spricht nicht zwingend für eine KI-Verdrängung, aber für einen ohnehin schwierigen Markt, in dem technische Veränderungen schneller greifen können als in wachsenden Berufen. Wenn der Markt kleiner wird, fällt es Betrieben oft leichter, Routineaufgaben zu bündeln, statt sie auf viele Hände zu verteilen.

Studienlage zu Porzellanmalerei, KI und Arbeitsmarkt

Die IAB-Forschung hilft bei der Einordnung: Ein hohes Substituierbarkeitspotenzial führt historisch selten zu einem direkten Beschäftigungsabbau. Häufiger verlangsamt sich das Wachstum oder die Aufgabenstruktur verändert sich. Das ist wichtig für die Manufakturporzellanmalerei, weil der Beruf stark von Qualität, Marke und handwerklicher Spezialisierung lebt. Selbst wenn einzelne Tätigkeiten technisch ersetzbar sind, bleibt die Nachfrage nach präziser Handarbeit in Nischen bestehen.

Gleichzeitig zeigt die IAB-Systematik, dass sie beruflich nicht pauschal bewertet, sondern die konkreten Kerntätigkeiten betrachtet. Genau dort liegt bei diesem Beruf viel Potenzial: Kerammalen, Porzellanmalen, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Entwurf und Schablonen anfertigen sind Tätigkeitsfelder, in denen digitale Unterstützung und KI-gestützte Vorarbeit realistisch sind. Das bedeutet nicht, dass ein Modell die Hand ersetzt — aber es kann die Vorstufe stark verändern.

Die Microsoft-Analyse von 200.000 Copilot-Gesprächen passt ebenfalls: Besonders KI-anwendbar sind dort Tätigkeiten wie Schreiben, Informationen beschaffen, erklären und kommunizieren. Übertragen auf die Manufakturporzellanmalerei heißt das: Alles, was mit Motivsuche, Entwurfsvarianten, Kundenabstimmung, Dokumentation oder Vorlagenplanung zu tun hat, wird einfacher unterstützt. Dagegen bleiben körperlich-präzise und materialgebundene Arbeitsschritte weniger KI-anwendbar. Das deckt sich mit der Erfahrung aus handwerklichen Berufen: Je näher die Aufgabe an echter Materialbearbeitung liegt, desto langsamer greift reine Software.

Auch der IWF ordnet den Gesamttrend ein: Ein großer Teil der Jobs ist KI-exponiert, in Industrieländern besonders wegen der hohen Dichte kognitiver Tätigkeiten. Für die Porzellanmalerei ist das relevant, weil der Beruf nicht nur aus Malen besteht, sondern auch aus Design, Abstimmung und Qualitätssicherung. Genau diese kognitiven Teile werden zuerst verändert.

Was das für deine Arbeit in der Manufakturporzellanmalerei bedeutet

Für dich ist die entscheidende Frage nicht, ob KI malen kann, sondern welche Teile deiner Arbeit vorbereitet, kontrolliert oder beschleunigt werden. Wahrscheinlich wird der Beruf stärker in zwei Richtungen auseinanderlaufen:

  • standardisierte Serienaufträge mit digitaler Vorarbeit, Schablonen und Assistenzsystemen
  • hochwertige Spezialarbeiten mit viel Handgefühl, Freihandtechnik und Restaurierung

Das kann Chancen bringen. Wer digitale Entwürfe lesen, Vorlagen anpassen, Qualitätsmängel erkennen und mit Produktion und Einkauf sauber kommunizieren kann, wird wichtiger. Gerade Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Gewissenhaftigkeit, Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Kommunikationsfähigkeit werden nicht weniger wichtig, sondern eher wertvoller, weil sie den Übergang zwischen Technik, Auftrag und handwerklicher Umsetzung sichern.

Zudem verschiebt sich die Rolle von der reinen Ausführung hin zur Kontrolle. Wenn KI bei Entwurf oder Musterfindung hilft, steigt der Bedarf an Menschen, die am Ende sagen können: Passt das Motiv zur Glasur? Trägt der Farbauftrag nach dem Brennen? Ist die Linie sauber? Ist die Serie konsistent?

Fazit zur Manufakturporzellanmalerei

Der Beruf ist stärker KI-gefährdet als viele andere Handwerksberufe, aber nicht im Sinn eines schnellen Verschwindens. Der hohe Score zeigt vor allem, dass viele Tätigkeiten gut strukturierbar und damit technisch vorbereitbar sind. Gleichzeitig schützt die handwerkliche Qualität den Beruf: Freihandzeichnen, Restaurierungsarbeiten und echte Materialkompetenz lassen sich nicht einfach automatisieren.

Wenn du in diesem Beruf arbeitest, lohnt sich der Fokus auf drei Dinge: digitale Vorlagen sicher nutzen, Qualitätsprüfung ausbauen und die eigene handwerkliche Spezialität klar schärfen. Wer beides kann — Präzision am Objekt und souveräne Arbeit mit Vorstufen, Planung und Design — bleibt in einer veränderten Porzellanmalerei besonders gefragt.

Erwähnte KI-Tools

Copilot

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Manufakturporzellanmaler/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IAB · Beschäftigung & Fachkräfteengpässe variieren mit dem Substituierbarkeitspotenzial (2025)

Hohes Substituierbarkeitspotenzial führte historisch selten zu Beschäftigungsabbau — manche Berufe wachsen trotz hohem Potenzial und haben Fachkräfteengpässe.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Verwandte Berufe

Glas- und Kerammaler/in - GlasmalereiBau & Handwerk
45%
Glas- und Porzellanmaler/inBau & Handwerk
63%
Industriekeramiker/in DekorationstechnikBau & Handwerk
75%
Keramiker/in - DekorationBau & Handwerk
75%
Alle Berufe in Bau & Handwerk im KI-Check →

Häufige Fragen zu Manufakturporzellanmaler/in