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Meinungsforscher/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

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MITTLERES RISIKO

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Experten in der Markt- und Meinungsforschung

Das übernimmt KI.

3 von 21 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

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Du bleibst relevant.

Meinungsforscher/innen konzipieren Befragungen der Öffentlichkeit. Die Umfrageergebnisse werten sie mithilfe statistischer Methoden aus und präsentieren die gewonnenen Daten.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Analytische Fähigkeiten
Teamfähigkeit
Kommunikationsfähigkeit
Eigenverantwortung
Schöpferische Fähigkeit

Gehalt

6.209 €

Median / Monati

Fachliche Stärken i

AnalyseEntwicklungMarktforschungMicrosoft OfficeSozialwissenschaft

9.411

Beschäftigte i

254

Offene Stellen i

Arbeitslose i

324

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

29%15%0%
20132022: 29%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

9.411+53% seit 2012
9.4117.7786.144
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

6.209 €+16%
6.209 €5.055 €3.901 €
20162024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
11Stellen 2024
324Arbeitslose 2024
3241655
20122024

Meinungsforscher/in im KI-Check: die Daten im Detail

Mit einem KI-Risiko Score von 50% bewertet ersetzt-ki.de, wie stark Künstliche Intelligenz die Tätigkeiten im Beruf Meinungsforscher/in verändern könnte. Damit liegt Meinungsforscher/in über dem Durchschnitt des Berufsfelds Sonstige Berufe, der bei 45% liegt. In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 29% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 21 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 3 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Befragungen (Interviews) durchführen, Recherche und Informationsbeschaffung. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Kundenberatung, -betreuung, Präsentation, Projektmanagement, Einzelinterview, Gruppeninterview und Marktforschung und 12 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 9.411 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 14% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 6.209 € pro Monat, gestiegen um 7% seit 2019. Zuletzt waren rund 254 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Analyse, Entwicklung, Marktforschung, Microsoft Office und Sozialwissenschaft. Auf persönlicher Ebene zählen Analytische Fähigkeiten, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Eigenverantwortung.

Mehr dazu: alle Berufe in Sonstige Berufe · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Meinungsforscher/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Meinungsforscher/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Befragungen, Recherche und Informationsbeschaffung: Wo KI bei Meinungsforscherinnen und Meinungsforschern ansetzt

Meinungsforschung lebt von guter Fragestellung, sauberer Durchführung und belastbarer Einordnung. Genau an diesen Stellen kann KI heute schon unterstützen: bei der Recherche, der Informationsbeschaffung, bei der Vorbereitung von Befragungen (Interviews) durchführen und bei der ersten Sichtung großer Textmengen. Der KI-Risiko Score von 50 zeigt deshalb nicht, dass der Beruf verschwindet, sondern dass sich die Arbeit spürbar verschiebt. Stand: Juni 2026 ist vor allem der Teil gefährdet, der standardisierbar, wiederholbar und stark text- oder datenbasiert ist.

Die IAB-Logik dahinter ist wichtig: Nicht ganze Berufe werden automatisch ersetzt, sondern einzelne Kerntätigkeiten. Genau das passt hier gut. Wenn Fragebögen vorbereitet, Rohdaten gesichtet oder Freitextantworten vorsortiert werden, ist KI oft schnell. Wenn es um die saubere fachliche Interpretation, die methodische Absicherung und den Kontakt zu Auftraggebern geht, bleibt der Mensch zentral.

Was KI in der Meinungsforschung übernehmen kann

Am ehesten greift KI dort, wo Meinungsforschung nach Routine aussieht. Dazu gehören Formulierungsentwürfe für Fragen, erste Varianten für Leitfäden, Zusammenfassungen von Recherche-Ergebnissen oder das Strukturieren von Antwortkategorien. Auch bei der Informationsbeschaffung kann KI Tempo machen, indem sie große Mengen an Texten, Publikationen oder offenen Antworten vorsortiert.

Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Arbeitskonversationen zeigt, dass gerade Tätigkeiten wie Schreiben, Informationen beschaffen und erklären besonders gut mit KI zusammenpassen. Für deinen Beruf heißt das: Berichte, Kurzexposés, Entwürfe für Präsentationen oder erste Textfassungen lassen sich zunehmend schneller erzeugen. Auch die Auswertung offener Antworten kann KI unterstützen, etwa beim Clustern von Themen oder beim Erkennen wiederkehrender Muster.

Gleichzeitig muss man den Arbeitsplatz nicht mit einem Wegfall des Berufs verwechseln. Das IAB betont, dass hohes Automatisierungspotenzial in der Vergangenheit meist eher zu langsamerem Wachstum als zu massiven Jobverlusten geführt hat. Und die aktuelle Entwicklung bei KI wirkt bisher oft augmentierend: Sie verändert den Aufgabenmix, statt das Berufsfeld komplett zu ersetzen.

Was bei Meinungsforscherinnen und Meinungsforschern menschlich bleibt

Bei Einzelinterview und Gruppeninterview stößt KI schnell an Grenzen. Menschen reagieren nicht nur auf Inhalte, sondern auf Ton, Kontext, Ambivalenzen und soziale Dynamiken. Gerade in der Meinungsforschung ist das entscheidend. Ein gutes Interview lebt von Nachfragen, von der Einschätzung, wann jemand ausweicht, und von der Fähigkeit, unklare Antworten richtig einzuordnen.

Auch Kundenberatung, -betreuung bleibt stark menschlich. Auftraggeber brauchen keine automatisch erzeugte Textfassung, sondern eine tragfähige inhaltliche Einordnung: Was bedeutet das Ergebnis politisch, gesellschaftlich oder marktforscherisch? Welche Unsicherheiten sind methodisch relevant? Welche Schlussfolgerungen sind belastbar, welche nicht?

Hinzu kommen Aufgaben, die KI nur schlecht abbildet: Projektmanagement, Qualitätssicherung, Datenschutz, Abstimmung mit Teilnehmenden, methodische Entscheidungen in der Empirische Forschung, die Verbindung von Primärforschung und Sekundärforschung sowie die Einbettung in Sozialwissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaft, Politologie und Psychologie. Auch Präsentation und das Erstellen von Fachpublikationen verlangen nicht nur Text, sondern fachliche Verantwortung.

Die ILO zeigt international, dass Büro- und Wissensberufe besonders stark von generativer KI berührt werden. Das passt zur Meinungsforschung, weil hier viele kognitive Tätigkeiten vorkommen. Gleichzeitig ist die Exposition nicht gleichbedeutend mit Ersetzbarkeit. Entscheidend ist, welche Teile eines Jobs tatsächlich direkt automatisierbar sind und welche auf Kontext, Vertrauen und Urteilskraft beruhen.

Was Beschäftigte in der Meinungsforschung jetzt tun können

Der wichtigste Schritt ist nicht Abwehr, sondern Profilierung. Wer KI sinnvoll nutzt, verschiebt sich weg von Routine und hin zu Qualität, Einordnung und Beratung. Praktisch heißt das:

  • Nutze KI für Recherche, Vorstrukturierung und Textentwürfe, aber prüfe Ergebnisse immer methodisch.
  • Stärke Fähigkeiten in Datenanalyse, Statistik und qualitativer Interpretation, damit du KI-Ergebnisse bewerten kannst.
  • Baue Kompetenz in Datenschutz und sauberer Dokumentation aus; genau hier steigt der Vertrauensanspruch.
  • Entwickle deine Stärke in Präsentation und Kundenberatung, -betreuung, weil dort die menschliche Einordnung zählt.
  • Verknüpfe Marktforschung, Meinungsforschung und Empirische Forschung stärker mit Fachwissen aus Sozialwissenschaften und Politik.
  • Trainiere den Umgang mit KI-Tools für Interviewvorbereitung, Codierung und Zusammenfassungen, ohne die Kontrolle abzugeben.

Auch der Stellenmarkt spricht für diese Richtung: In Ausschreibungen wachsen KI-Skills stark, und gefragt sind neben Technik zunehmend analytisches Denken, Ethik und Datenkompetenz. Für deinen Beruf ist das eine Chance, weil du nicht nur Datenlieferant:in bist, sondern Interpret:in und Berater:in.

Meinungsforschung wird schneller, aber nicht belangloser

Die Beschäftigung in deinem Berufsfeld ist über Jahre gewachsen, und das passt zum Bild eines Berufs, der sich an neue Werkzeuge anpasst. KI macht einzelne Schritte effizienter, vor allem dort, wo Texte, Antworten und Informationen standardisiert verarbeitet werden können. Die eigentliche Stärke von Meinungsforscherinnen und Meinungsforschern bleibt aber die Fähigkeit, aus Rohmaterial belastbare Erkenntnisse zu machen.

Wer jetzt KI als Assistenz begreift, kann mehr Zeit für das zurückgewinnen, was den Beruf wertvoll macht: gute Fragen, methodische Sorgfalt und die klare Übersetzung von Daten in Entscheidungen. Genau darin liegt deine Zukunftsfähigkeit.

Erwähnte KI-Tools

Copilot

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Meinungsforscher/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IAB · Beschäftigung & Fachkräfteengpässe variieren mit dem Substituierbarkeitspotenzial (2025)

Hohes Substituierbarkeitspotenzial führte historisch selten zu Beschäftigungsabbau — manche Berufe wachsen trotz hohem Potenzial und haben Fachkräfteengpässe.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

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Häufige Fragen zu Meinungsforscher/in