KI und der Beruf UX-Researcher/in: Was sich gerade verändert
Die Rolle des UX-Researchers hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. KI verändert die Art und Weise, wie Nutzererfahrungen erforscht und gestaltet werden. Mit einem KI-Risiko Score von 27% und einem Automatisierungspotenzial von 33% zeigt sich, dass KI viele Aufgaben unterstützen, aber nicht vollständig übernehmen kann. Diese Veränderungen bedeuten, dass du als UX-Researcher/in möglicherweise weniger Zeit mit repetitiven Aufgaben verbringen wirst, während du dich mehr auf kreative und strategische Aspekte konzentrieren kannst. Um das zu verdeutlichen: Früher hast du vielleicht stundenlang Nutzerinterviews geplant und durchgeführt, heute kannst du mit KI-gestützten Tools wie Lookback oder UserTesting diese Prozesse effizienter gestalten.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute übernehmen verschiedene KI-Tools einige der Aufgaben eines UX-Researchers. Hier sind einige Beispiele:
- Lookback: Mit diesem Tool kannst du Nutzertests und Interviews aufzeichnen und analysieren, wodurch du wertvolle Einsichten in das Nutzerverhalten erhältst.
- Hotjar: Dieses Tool bietet Heatmaps und Nutzerfeedback, um zu sehen, wie Nutzer mit deiner Website interagieren.
- Optimal Workshop: Es nutzt KI, um die Benutzerfreundlichkeit von Designs zu bewerten und dabei wertvolle Daten zu sammeln.
- UserTesting: Eine Plattform, die es dir ermöglicht, Feedback von echten Nutzern zu sammeln und deren Interaktionen mit digitalen Produkten zu analysieren.
- Airtable: Dieses Tool organisiert und analysiert Daten mithilfe von Automatisierung und KI, was deine Arbeit erheblich erleichtern kann.
Früher hast du viele dieser Aufgaben manuell erledigt, doch heute kannst du durch den Einsatz dieser Tools Zeit sparen und dich auf wichtigere Aspekte deiner Arbeit konzentrieren.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der Fortschritte in der KI-Technologie gibt es viele Fähigkeiten, die du als UX-Researcher/in weiterhin benötigst. Dazu gehören:
- Kreativität und Innovation: Du musst in der Lage sein, neue Ideen zu entwickeln und kreative Lösungen für Nutzerprobleme zu finden.
- Empathie und soziale Interaktion: Der persönliche Kontakt zu Nutzern ist entscheidend, um deren Bedürfnisse und Schmerzpunkte zu verstehen.
- Projektmanagement: Die Koordination von Projekten und die Zusammenarbeit im Team sind Fähigkeiten, die schwer zu automatisieren sind.
Diese menschlichen Fähigkeiten sind schwer zu ersetzen, da sie tief in sozialen und emotionalen Aspekten verwurzelt sind. Du bist der Schlüssel zur Schaffung einer positiven Nutzererfahrung.
Was sich in der Branche gerade tut
Aktuell gibt es in der Branche viele spannende Entwicklungen. Der Einsatz von KI zur Personalisierung von Nutzererfahrungen nimmt zu. Unternehmen setzen zunehmend auf automatisierte Usability-Tests, die durch KI unterstützt werden, um effizientere Ergebnisse zu erzielen. Dies ist nicht nur in Deutschland der Fall; weltweit wird der Trend hin zu nutzerzentrierter KI-Entwicklung immer stärker. Unternehmen erkennen, dass die Verbesserung der Nutzererfahrung nicht nur technische, sondern auch kreative Ansätze erfordert.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Der Arbeitsmarkt für UX-Researcher/in hat sich in den letzten Jahren bemerkenswert verändert. Die Gesamtzahl der Beschäftigten in diesem Bereich ist von 6.138 im Jahr 2012 auf 9.411 im Jahr 2024 gestiegen, was einem Anstieg von 53% entspricht. Gleichzeitig sind die offenen Stellen in diesem Bereich jedoch von 438 auf 254 zurückgegangen, was einem Rückgang von 42% entspricht. Dies kann teilweise darauf zurückgeführt werden, dass viele Unternehmen versuchen, ihre UX-Forschung mit KI-Tools zu optimieren. Trotz dieser Entwicklung ist die Arbeitslosigkeit in diesem Sektor um 48% gestiegen, was zeigt, dass nicht alle Jobs von den neuen Technologien profitieren.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Wenn du als UX-Researcher/in in dieser sich wandelnden Landschaft bestehen möchtest, sind hier einige konkrete Schritte, die du unternehmen kannst:
- Weiterbildung: Nutze Plattformen wie Coursera oder edX, die kostenlose Kurse zu UX-Research und Design Thinking anbieten. Das wird dir helfen, deine Fähigkeiten zu erweitern.
- Netzwerken: Tritt in Kontakt mit anderen UX-Professionals. Das kann dir neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen, wie du deine Fähigkeiten einsetzen kannst.
- KI-Tools kennenlernen: Setze dich aktiv mit Tools wie Lookback oder UserTesting auseinander. Das Verständnis dieser Technologien wird dir helfen, effizienter zu arbeiten.
Beginne noch diese Woche mit einem kostenlosen Kurs oder einem Webinar, um deine Kenntnisse zu vertiefen und dich auf die Zukunft vorzubereiten.
Fazit: Deine Zukunft als UX-Researcher/in
Die Rolle des UX-Researchers wird durch KI sowohl herausfordernder als auch spannender. Du hast die Möglichkeit, durch den Einsatz von Technologie effizienter zu arbeiten, während du gleichzeitig deine kreativen und zwischenmenschlichen Fähigkeiten einbringst. Halte dich weiter auf dem Laufenden und bilde dich fort, um deine Karriere voranzutreiben und die Chancen der KI-Revolution optimal zu nutzen.