Analyse läuft

Marktforscher/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

0%

NIEDRIGES RISIKO

0%2013
17%2016
17%2019
33%2022
44%2026*
Ergebnis teilen

Experten in der Markt- und Meinungsforschung

Das übernimmt KI.

4 von 24 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Befragungen (Interviews) durchführen0%
Social Media Analytics0%
Recherche0%
Informationsbeschaffung0%

Du bleibst relevant.

Marktforscher/innen führen Markt-und Wettbewerbsanalysen durch. Anhand der Ergebnisse beraten und unterstützen sie z.B. Unternehmen der Konsumgüterindustrie, die neue Produkte einführen, ihre Produktpalette umgestalten sowie neue Marktanteile gewinnen wollen.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Analytische Fähigkeiten
Teamfähigkeit
Kommunikationsfähigkeit
Eigenverantwortung
Schöpferische Fähigkeit

Gehalt

6.209 €

Median / Monati

Fachliche Stärken i

AnalyseEntwicklungMarktforschungMicrosoft OfficeSozialwissenschaft

9.411

Beschäftigte i

254

Offene Stellen i

Arbeitslose i

324

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

33%17%0%
20132022: 33%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

9.411+53% seit 2012
9.4117.7786.144
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

6.209 €+16%
6.209 €5.055 €3.901 €
20162024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
11Stellen 2024
324Arbeitslose 2024
3241655
20122024

Marktforscher/in im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Marktforscher/in beträgt 44%. Das entspricht in etwa dem Durchschnitt des Berufsfelds Marketing & Kommunikation (46%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 33% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 24 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 4 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Befragungen (Interviews) durchführen, Social Media Analytics, Recherche und Informationsbeschaffung. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Kundenberatung, -betreuung, Marketing, Präsentation, Projektmanagement, Einzelinterview und Gruppeninterview und 14 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 9.411 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 14% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 6.209 € pro Monat, gestiegen um 7% seit 2019. Zuletzt waren rund 254 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Analyse, Entwicklung, Marktforschung, Microsoft Office und Sozialwissenschaft. Auf persönlicher Ebene zählen Analytische Fähigkeiten, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Eigenverantwortung.

Mehr dazu: alle Berufe in Marketing & Kommunikation · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Marktforscher/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Marktforscher/in

Stand: Juni 2026· 5 Min. Lesezeit

Marktforschung beginnt oft dort, wo aus Antworten, Daten und Beobachtungen ein belastbares Bild werden muss Du sitzt nicht einfach nur vor Tabellen. Im Alltag einer Marktforscherin oder eines Marktforschers geht es darum, Befragungen (Interviews) durchführen, Recherche und Informationsbeschaffung so zu verbinden, dass am Ende ein klarer Befund entsteht: Was denken Kundinnen und Kunden wirklich, wie verändert sich ein Markt, und welche Richtung ist für Marketing, Produkt oder Kommunikation sinnvoll? Genau an dieser Schnittstelle zwischen Marktforschung, Meinungsforschung, Datenanalyse, Empirische Forschung und Präsentation verändert KI den Beruf spürbar. Stand: Juni 2026.

Der KI-Risiko Score von 44 zeigt: Es gibt automatisierbare Anteile, aber kein Berufsbild, das einfach verschwindet. Die Arbeit verschiebt sich eher nach innen. Routine wird schmaler, Bewertung, Einordnung und Beratung werden wichtiger. Das passt auch zu den Befunden des IAB: Hohe technische Ersetzbarkeit führt in der Praxis meist nicht zu einem abrupten Abbau, sondern eher zu verlangsamtem Wachstum oder zu einem veränderten Aufgabenmix. Für deinen Beruf ist deshalb nicht die Frage entscheidend, ob KI „alles übernimmt“, sondern welche Teile deiner Arbeit schneller, breiter und stärker unterstützt werden.

Wie KI den Alltag in der Marktforschung verändert Besonders sichtbar ist der Wandel bei Aufgaben, die sich standardisieren lassen. Wenn du heute Recherche, Informationsbeschaffung oder erste Auswertungen machst, kann KI bereits viel Vorarbeit leisten: Themen clustern, Frageideen strukturieren, Antwortmuster erkennen oder Rohtexte verdichten. In der Microsoft-Analyse realer Copilot-Gespräche gehören gerade Schreiben, Informationen beschaffen, erklären und kommunizieren zu den Tätigkeiten mit hoher KI-Anwendbarkeit. Genau dort berührt KI auch die Marktforschung: bei Fragebogen-Entwürfen, Zusammenfassungen, Berichten, Präsentationsvorlagen oder der ersten Sichtung großer Mengen offener Antworten.

Wichtig ist aber die Grenze: Die Technik kann Muster sichtbar machen, aber sie versteht den Kontext nicht automatisch. Ein gutes Interview ist mehr als das Abarbeiten eines Leitfadens. Bei Einzelinterview, Gruppeninterview und qualitativer Auswertung kommt es auf Nachfragen, Tonfall, Zwischentöne und das saubere Deuten von Aussagen an. Auch bei Social Media Analytics oder Datenanalyse liefert KI hilfreiche Vorarbeit, doch sie ersetzt nicht die fachliche Frage: Was ist wirklich relevant, was ist Zufall, was ist methodischer Fehler?

Der Wandel trifft besonders den Teil der Arbeit, der früher viel Zeit gekostet hat: Transkription, Vorcodierung, erste Clusterbildung, Entwürfe für Berichte, Standardauswertungen und Teile der Fachpublikationen erstellen. Was bleibt, ist die anspruchsvollere Arbeit: Methoden auswählen, Datenqualität prüfen, Ergebnisse interpretieren und für Kundenberatung, -betreuung und Marketing übersetzen. Genau das ist der Grund, warum sich der Beruf eher von innen verändert als verschwindet.

Wer in der Marktforschung gewinnt — und worauf es ankommt Gewinnen werden vor allem diejenigen, die KI nicht als Ersatz, sondern als Verstärker einsetzen. In der Praxis heißt das: Wer sauber formulieren, methodisch denken und Ergebnisse überzeugend einordnen kann, arbeitet mit KI deutlich produktiver. Das gilt besonders für Menschen mit starken analytische Fähigkeiten, Kommunikationsfähigkeit, Eigenverantwortung und Teamfähigkeit. Denn die Maschine beschleunigt Teilaufgaben; sie ersetzt nicht das Urteil.

Auch die Arbeitsmarktsignale passen dazu. Nach der großen Welle generativer KI sind Stellenanzeigen für strukturierte, repetitive Tätigkeiten zurückgegangen, während analytische, technische und kreative Aufgaben gewachsen sind. Für die Marktforschung ist das ein doppeltes Signal: Standardisierte Auswertung wird effizienter, aber komplexe Projekte, die saubere Interpretation und Beratung verlangen, gewinnen an Wert. Wer also eher in Richtung Evaluation, Projektmanagement und strategische Ableitung arbeitet, wird tendenziell profitieren.

Die Anthropic-Auswertung zum Economic Index zeigt zudem ein wichtiges Muster: KI-Nutzung ist überwiegend unterstützend statt rein ersetzend. Das passt gut zur Marktforschung, weil der Beruf stark von Zusammenarbeit, Interpretation und fachlicher Verantwortung lebt. Auch die OpenAI-Benchmarkstudie GDPval ist relevant: Führende Modelle nähern sich in vielen Wissensberufen der Qualität von Fachleuten an, aber eben vor allem dort, wo Aufgaben klar umrissen sind. Für dich heißt das: Je standardisierter ein Arbeitsschritt ist, desto eher wird er automatisiert. Je stärker er mit Kontext, Methodik, Ethik und Beratung verbunden ist, desto wichtiger bleibst du selbst.

Welche Tätigkeiten in der Marktforschung KI zuerst verändert Am stärksten betroffen sind meist die Teile, die nah an Text, Struktur und Mustererkennung liegen. Dazu gehören: - Recherche und erste Informationsbeschaffung - Entwürfe für Fragebögen, Leitfäden und Ergebnisberichte - Vorstrukturierung von offenen Antworten - einfache Auswertungen und Zusammenfassungen - Unterstützung bei Präsentation und Dokumentation

  • Gesprächsführung in Einzelinterview und Gruppeninterview
  • qualitative Interpretation von Aussagen
  • Kundenberatung, -betreuung und Ableitung von Empfehlungen
  • Abwägungen in Datenschutz und Forschungsdesign
  • die Verbindung von Sozialwissenschaften, Soziologie, Kommunikationspsychologie und Praxis

Gerade hier liegt die Stärke des Berufs: Marktforschung ist nicht nur Datensammeln, sondern Bedeutungen herstellen. KI kann dabei viel beschleunigen, aber sie liefert nicht von selbst die richtige Fragestellung, den richtigen Kontext und die richtige Entscheidung.

Weiterbildung in der Marktforschung: KI sinnvoll einbauen Wenn du im Beruf langfristig stark bleiben willst, lohnt sich Weiterbildung vor allem dort, wo KI und Fachurteil zusammenkommen. Sinnvoll sind Fähigkeiten in Datenprüfung, sauberer Prompt-Nutzung, qualitativer Interpretation und dem Umgang mit KI-gestützten Analysewerkzeugen. Ebenfalls wichtig: Statistik, Datenanalyse, Empirische Forschung und methodische Sorgfalt.

Praktisch hilfreich ist es, KI in drei Schritten zu nutzen: erst Vorarbeit beschleunigen, dann kritisch prüfen, dann fachlich verdichten. So bleibt die Kontrolle bei dir. Besonders wertvoll ist außerdem, wenn du Ergebnisse nicht nur auswertest, sondern für unterschiedliche Zielgruppen übersetzen kannst — für Produktteams, Geschäftsführung oder Marketing. Genau dort verbindet sich Analyse, Entwicklung und Marktforschung mit echter Beratungskompetenz.

Der Beruf ist zudem keineswegs ein schrumpfendes Randfeld. Die Beschäftigung ist seit 2012 deutlich gewachsen. Das zeigt: Der Bedarf an Marktverständnis bleibt hoch. KI wird diesen Bedarf nicht verschwinden lassen, sondern die Art verändern, wie du zu Erkenntnissen kommst. Wer methodisch stark bleibt und KI als Werkzeug nutzt, wird in der Marktforschung eher an Bedeutung gewinnen als verlieren.

Erwähnte KI-Tools

Microsoft CopilotLLM-gestützte TextassistentenKI-Analysewerkzeuge

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Marktforscher/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

OpenAI · GDPval: AI-Performance auf real wertschöpfenden Aufgaben (2025)

Benchmark über 44 Berufe und 1.320 echte Arbeitsaufgaben: führende Modelle nähern sich der Qualität von Fachleuten in vielen Wissensberufen.

IAB · Beschäftigung & Fachkräfteengpässe variieren mit dem Substituierbarkeitspotenzial (2025)

Hohes Substituierbarkeitspotenzial führte historisch selten zu Beschäftigungsabbau — manche Berufe wachsen trotz hohem Potenzial und haben Fachkräfteengpässe.

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Verwandte Berufe

Meinungsforscher/inSonstige Berufe
50%
Research-Manager/inSonstige Berufe
47%
UX-Researcher/inSonstige Berufe
49%
Alle Berufe in Marketing & Kommunikation im KI-Check →

Häufige Fragen zu Marktforscher/in