KI und der Beruf Public-Relations-Manager/in: Was sich gerade verändert
Die Rolle des Public-Relations-Managers hat sich in den letzten Jahren durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) stark gewandelt. Mit einem KI-Risiko-Score von 50% ist der Einfluss von KI in diesem Beruf hoch. Automatisierungspotenziale von 40% bedeuten, dass viele Routineaufgaben von Software übernommen werden können. Das bedeutet nicht unbedingt, dass dein Job in Gefahr ist, aber es erfordert eine Anpassung an neue Technologien. Man kann sich das vorstellen wie den Wechsel von handgeschriebenen Briefen zu E-Mails – die Art und Weise, wie wir kommunizieren, hat sich verändert, aber die Notwendigkeit für gute Kommunikation bleibt bestehen.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute nutzt die PR-Branche verschiedene KI-Tools, um die Effizienz zu steigern. Ein Beispiel ist Cision, das PR-Profis hilft, Medienkontakte zu verwalten und den Erfolg von Kampagnen zu messen. Früher mussten PR-Manager manuell Medienberichte durchforsten; jetzt können sie eine automatische Analyse durch Cision nutzen.
Ein weiteres Tool ist Meltwater, das Medienbeobachtungen durchführt und PR-Managern Einblicke in aktuelle Stimmungen und Trends gibt. Auch in der Planung von Social-Media-Inhalten ist Hootsuite eine große Hilfe, da es KI-gestützte Analysen zur Leistung von Social-Media-Kampagnen anbietet.
Diese Tools übernehmen Routineaufgaben wie die Kalkulation von Kampagnenerfolgen oder die Überwachung von Social-Media-Beiträgen, sodass du mehr Zeit für kreative und strategische Aufgaben hast.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz des großen Einflusses der KI gibt es viele Aufgaben, die nur von Menschen erledigt werden können. Dazu gehören Fundraising, Sponsoring und die persönliche Kundenberatung. Diese Tätigkeiten erfordern hohe Kommunikationsfähigkeiten und Empathie – Bereiche, in denen KI Schwierigkeiten hat.
Stell dir vor, du musst eine Präsentation für ein neues Produkt erstellen. Während KI dir helfen kann, Daten zu analysieren und Folien zu gestalten, bist du es, der die emotionale Verbindung zu deinem Publikum herstellen und die Botschaft überzeugend rüberbringen muss. Deine Fähigkeit, kreativ zu denken und individuelle Lösungen zu entwickeln, bleibt unersetzlich.
Was sich in der Branche gerade tut
Aktuell gibt es einen klaren Trend hin zu mehr Personalisierung in der PR. Unternehmen setzen zunehmend auf maßgeschneiderte Kampagnen, die auf spezifische Zielgruppen zugeschnitten sind. KI-Analysen helfen PR-Managern, diese Zielgruppen besser zu verstehen und ihre Botschaften entsprechend anzupassen. Zudem wird die Echtzeit-Analyse von Medienberichten immer wichtiger, da PR-Manager schnell auf öffentliche Reaktionen reagieren müssen.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
In Deutschland gibt es derzeit 35.368 Beschäftigte im Bereich Public Relations, mit einem Median-Gehalt von 5.218 Euro pro Monat. Die Gehaltsspanne reicht von 4.029 bis 6.844 Euro. Trotz der Automatisierung gibt es aktuell 1.698 offene Stellen in der Branche, was zeigt, dass immer noch ein großer Bedarf an qualifizierten PR-Managern besteht. Der Markt entwickelt sich dynamisch, und die Zahl der Beschäftigten ist in den letzten Jahren gestiegen, was einen positiven Trend für die Zukunft darstellt.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Hier sind drei konkrete Schritte, die du jetzt unternehmen kannst, um dich auf die Veränderungen in deinem Berufsfeld einzustellen:
- Weiterbildung: Nutze kostenlose Online-Kurse auf Plattformen wie EDX, die sich auf PR-Strategien und digitale Medien konzentrieren.
- Webinare besuchen: Viele PR-Agenturen bieten kostenlose Webinare an, um aktuelle Trends und Tools in der PR zu erläutern. Halte Ausschau nach solchen Angeboten, um dein Wissen aufzufrischen.
- Netzwerken: Trete PR-Gruppen auf Plattformen wie LinkedIn bei oder besuche Branchenevents, um Kontakte zu knüpfen und von anderen zu lernen, wie sie mit den neuen Technologien umgehen.
Fazit: Deine Zukunft als Public-Relations-Manager/in
Die Zukunft als Public-Relations-Manager/in ist bunt und vielfältig. KI wird deinen Arbeitsalltag verändern, jedoch nicht ersetzen. Während viele Routineaufgaben automatisiert werden, bleibt deine Kreativität und Kommunikationsfähigkeit gefragt. Nutze die Möglichkeiten der Weiterbildung und der Netzwerke, um in deinem Beruf weiterhin erfolgreich zu sein!